Carl von Heß`sche Sozialstiftung


Hammelburg

Stiftung des öffentlichen Rechts

Millionen für Waldenfels

Artikel aus der Mainpost vom 18.05.2012

Auf der Kippe stand längere Zeit der Neubau des Seniorenheimes Waldenfels durch die Carl-von-Heß'sche Stiftung. Der schlechte Untergrund auf dem Gelände des inzwischen abgerissenen früheren Kreiskrankenhauses führt zu einem unkalkulierbaren Mehraufwand.

Trotz einiger Unwägbarkeiten sehen die Verantwortlichen inzwischen klarer. Der Stiftungsbeirat sprach sich bei einer Sitzung in Hammelburg dafür aus, die Baupläne weiter zu verfolgen und vergab den Planungsauftrag an das Architektenbüro Kauffmann, Theilig und Partner (Stuttgart).

Für den Baubeginn peilt Stiftungs–Geschäftsführer Marco Schäfer das erste oder zweite Quartal 2013 an, Fertigstellung könnte im dritten oder vierten Quartal 2014 sein. Vorgesehen sind in dem zu schaffenden Komplex ein Seniorenheim mit 90 Plätzen, 18 Wohnungen für betreutes Wohnen und 24 Wohnungen für Menschen mit Behinderung im Zusammenwirken mit der Einrichtung Maria Bildhausen. Der exakte Kostenrahmen des Millionenprojektes ergebe sich bei weiteren Voruntersuchungen, so Schäfer.

Nach Fertigstellung des neuen Gebäudes soll das bisherige Seniorenheim Waldenfels eine neue Verwendung finden. Voraussichtlich wird es auf dem privaten Immobilienmarkt angeboten.

(dübi)

 

Schicke Apartments für mobile Senioren

Überlegungen für die Nachnutzung von Haus II des Dr.-Maria-Probst-Heimes

Artikel aus der Mainpost vom 18.05.2012

mp18052012
Schick: So könnten die Apartments für die mobilen Senioren aussehen. Foto: Marco Schäfer

Interessante Perspektiven gibt es für das Haus II des Dr.-Maria-Probst-Seniorenheimes am Ofenthaler Berg oberhalb des Hammelburger Krankenhauses. Die Nachnutzung des 40 Jahre alten Gebäudes ist bislang noch offen, wenn die Bewohner in den Neubau nahe des Hauses I umgezogen sein werden.

Die im März begonnenen Arbeiten an dem Neubau liegen voll im Plan, informierte Geschäftsführer Marco Schäfer bei einer Sitzung den Stiftungsbeirats der Carl-von Heß'schen Stiftung. Im Januar oder Februar 2013 könne der Komplex voraussichtlich bezogen werden. Dann steht Haus II leer.

Ein Architektenbüro hat sich Gedanken über die Weiternutzung gemacht. Möglich sei im Rahmen einer umfassenden Sanierung, dort 16 Appartements für senioren- und behindertengerechtes Wohnen einzurichten. Eine Fläche von rund 30 Quadratmeter stünde dafür zur Verfügung.

Geschäftsführer Schäfer spricht von einer Top-Wohnlage mit weiter Sicht über die Stadt – vor allem aus dem dritten und vierten Stock. Wegen des Zuschnitts sei das Gebäude voll tauglich für den Einsatz von Rollatoren und Rollstühlen.

Als potenzielle Bewohner der 16 Apartments sieht man mobile Senioren. Die Anbindung in die Innenstadt könnte mit dem Bürgerbus sichergestellt werden.

Jetzt sollen die Kosten für das Projekt ermittelt werden. Sie sollen Grundlage für eine Mietkalkulation sein. Bei Informationsveranstaltungen werde dann das Interesse an so ein Vorhaben erkundet, sagte Schäfer.

Eng könne das Haus mit dem benachbarten Altenheim kooperieren. Bedarf sieht die Carl-von-Heß'schen Stiftung, weil das Vorhaben bis jetzt einmalig für Hammelburg wäre.

(dübi)

   

Qualitätsmanager für die vier Seniorenheime

Artikel aus der Mainpost vom 18.05.2012

Einen eigenen Mitarbeiter für das Qualitätsmanagement stellt die Carl-von-Heßsche Stiftung für ihre vier Seniorenheim in Hammelburg, Bad Brückenau, Zeitlofs und Münnerstadt ein. Ziel sei es, die Pflegedienstleitungen von der zunehmenden Büroarbeit zu entlasten, informierte Geschäftsführer Marco Schäfer den Stiftungsbeirat. Einheitlich solle künftig mit dem in Hammelburg angesiedelten Mitarbeiter Schulungen organisiert werden.

   

Senioren-WG mit Therapieküche und Demenzgarten

Spatenstich für das zweite Dr.-Maria-Probst-Seniorenhaus in Hammelburg

Artikel aus der Mainpost vom 13.03.2012

mp13032012
Spatenstich für das zweite Dr.-Maria-Probst-Seniorenhaus in Hammelburg

Der Bauzaun steht, die ersten Schächte sind ausgegraben, und ab Ende dieser Woche kommt die Baustelle so richtig ins Rollen. „Wir haben einen ambitionierten Bauzeitenplan: Ende des Jahres soll das zweite Dr.-Maria-Probst-Seniorenhaus fertiggestellt sein", sagte Landrat Thomas Bold beim Spatenstich.

Inzwischen sprechen Bold und Marco Schäfer, Vorstand des Bauherrn der Carl-von-Heß'schen Sozialstiftung, von einem Vier-Millionen-Projekt. Zu den veranschlagten Baukosten von dreieinhalb Millionen Euro wird noch die Innenausstattung addiert. „Betten, Badewannen, Küchen oder spezielle Spülmaschinen für Nachttöpfe sind nun mit eingeplant", erläutert Schäfer.

Die Stiftung trägt die Baukosten alleine. „Wir erwarten keine Fördermittel aus Bundes- oder Landesmitteln."

Im doppelten Jubiläumsjahr des Landkreises, der heuer 40-jähriges Bestehen feiert, und der Carl-von-Heß'schen-Stifung, die 140 Jahre alt wird, sei der Neubau ein sichtbares Zeichen geordneter Finanzen, frohlockte der Landrat. Auch das Seniorenheim Waldenfels in Bad Brückenau, das eine dreifache Investitionssumme erfordert, werde neu gebaut. „Es ist unsere Aufgabe, unsere älteren Mitmenschen vor Vereinsamung zu schützen und eine Unterbringung vor Ort zu ermöglichen." Aktuelle Pflegerichtlinien und neue soziale Konzepte sind bei der Planung berücksichtigt worden.

Es entstehen vier Wohngruppen für jeweils elf Bewohner. „Die Senioren leben künftig in einer Wohngemeinschaft", sagt Heimleiterin Andrea Eckert. Jede Wohneinheit besteht aus einem Doppelzimmer und neun Einzelzimmern, die sich um einen Wohn- und Essraum mit Therapieküche gruppieren. Standardmäßig haben alle Zimmer ein eigenes Bad. Außerdem gibt es ein Pflegebad, einen Betreuungsstützpunkt sowie Umkleiden, Pausenräume und Duschen für die Mitarbeiter. Verbunden wird der Neubau über einen gläsernen Gang mit dem bestehenden Seniorenheim.

Die Pläne vom Würzburger Architekturbüro Spath erläuterte Architektin Jacqueline Schmidt vom Erfurter Planungsbüro M 1:1. „Es ist ein sehr geradliniges Gebäude." Dieses besteht aus zwei miteinander verbundenen Häusern. Highlights setzt die Außenfassade. Das Flachdach wird extensiv begrünt. Vorgesehen ist außerdem die Anlage eines Demenzgartens, den die Senioren mitpflegen sollen.

Über die Nachnutzung des 1970 gebauten ehemaligen Schwesternwohnheims ist noch nichts entschieden. In ihm wohnen zurzeit 40 Bewohner, die den Baufortschritt nun täglich beobachten können. Wenn alles klappt, erwartet sie zu Weihnachten der Umzug in ein neues Heim. „Wir haben den 23. Dezember als Fertigstellungstermin fest eingeplant", sagen Bauleiter Daniel Urban vom Erfurter Generalunternehmer Wolff & Müller und Rainer Tinkl von der Würzburger WSP Projektsteuerung.

Von unserer Mitarbeiterin Angelika Silberbach

 

   

Ort der Begegnung von Behinderten und Senioren

Artikel aus der Saalezeitung vom 25.02.2012

Drei Gebäudeeinheiten sehen die bisherigen Baupläne für das Gelände des ehemaligen Kreiskrankenhauses an der Ernst-Putz-Straße vor. Neben dem neuen kreiseigenen "Haus Waldenfels" mit 90 Plätzen ist ein eigener Trakt "Betreutes Wohnen" mit 30 Einheiten vorgesehen.

Für das dritte Gebäude hat sich beim Investor, der Carl von Heß'schen Stiftung, das Dominikus Ringeisen Werk als Mieter beworben, um für 24 Menschen mit Behinderungen eine Wohnmöglichkeit schaffen zu können. "Die Nachfrage nach Plätzen aus dem Raum Bad Brückenau ist überraschend groß", sagte Doris Kaufmann, die Projektbeauftragte des Ringeisen Werkes, beim CSU-Bürgertisch.

Bisher werden Menschen mit Behinderungen aus dem Altlandkreis seit Jahren durch die Stiftung des Dominikus Ring-eisen Werks in Maria Bildhausen betreut oder werktäglich zu Werkstätten nach Hammelburg oder Fuchsstadt gefahren. "Wir möchten gerne bei diesem Neubauprojekt des Landkreises in Bad Brückenau ein eigenes Gebäude erhalten, das nicht mit Mehrbett-, sondern mit Einzelzimmern ausgestattet werden soll, wie es die meisten von zuhause auch gewohnt sind", erklärte Doris Kaufmann in der Georgi-Halle.

Als großen Vorteil der neuen Planung sieht sie unter anderem die Nutzung der gemeinsamen Küche durch Haus Waldenfels und das betreute Wohnen. Weitere Vorteile sind gemeinsame Gottesdienste und Begegnungen von Behinderten und Senioren. "Es gibt schon Wohngruppen in einigen Orten, in denen Kontakte mit Senioren und Ehrenamtlichen gewachsen sind."

Auf vollen Touren

"Detailplanungen für das Neubaukonzept Haus Waldenfels laufen auf vollen Touren", stellte Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks Einzelheiten des Zwölf-Millionen-Euro-Projekts auf dem Gelände des ehemaligen Kreiskrankenhauses vor. Im Auftrag des Landkreises "nimmt die Carl von Heß'sche Stiftung viel Geld in die Hand". Der Hang oberhalb der Ernst-Putz-Straße mit den für Brückenau typischen Quellen verlange besondere Bebauungstechniken. Drei Gebäudekomplexe, das neue Seniorenhaus Waldenfels, ein Haus mit Erkern und Balkonen für betreutes Wohnen und das Haus des Ringeisen Werks werden nach den vorliegenden Plänen in das abfallende Gelände eingebaut, verbunden mit einer Tiefgarage.

Im Erdgeschoss könnte eine "Art Dorf" entstehen, so die Vision der Bürgermeisterin. Ein Verbindungsgang sei von der Hartstraße zur Ernst-Putz-Straße möglich. Die Caritas wird ihren Ambulanz-Stützpunkt ebenfalls im Bereich des alten Krankenhauses einrichten. Die stadt- und parknahe Lage sowie die Nachbarschaft von Kurhalle und Musikschule sieht Brigitte Meyerdierks als Vorteile der geplanten Einrichtung.

Für die Neugestaltung des gegenüberliegenden Georgi-Parks vom alten Minigolfplatz bis zum Wassertretbecken gibt es nach Hinweis der Bürgermeisterin erste Förderungszusagen. Bereits Ende des Jahres sind erste Arbeiten für einen Mehrgenerationsspielplatz vorgesehen.

Ob das derzeitige Gebäude "Haus Waldenfels" später als Erwachsenen-Bildungszentrum oder Hotel genutzt werden könnte, überlegte die Bürgertisch-Runde. Das Haus, Baujahr 1970, sei durch die Carl von Heß'sche Stiftung immer wieder renoviert worden und gut gepflegt. Alleine die Größe der Zimmer entspreche jedoch nicht mehr den neuen Bestimmungen der Altenpflege. Welche Perspektiven sich künftig für das Haus ergeben, könne erst nach dem Umzug in einigen Jahren entschieden werden, sagte die Bürgermeisterin.

 

   

Haus Waldenfels schmiegt sich an Hang an

Artikel Main-Post vom 19.01.2012

Architekt und Projektmanagerin stellten im Altbau Bilder und Konzept vor – Zustimmung im Stiftungsrat

mp19012012_1
Planer Dieter Kaufmann, Grafik: MP, Foto: Steffen standke

Schicke Hanglage: das neue Haus Waldenfels mit über Erker gegliederter West-Ansicht. Unten Architekt Dieter-Ben Kauffmann mit einem groben Modell.

Das neue Haus Waldenfels bekommt langsam Struktur. Der Stuttgarter Architekt Dieter-Ben Kauffmann und Birgitt Schubert vom Projektmanager WSP Deutschland AG in Würzburg präsentierten im alten Seniorenheim erste Bilder und Grundrisse vom neuen.

Das alte Haus Waldenfels – wie ein Riegel parallel zur Ernst-Putz-Straße stehend blockt es den Blick zur Sinn ab. „1968" steht auf dem Schlussstein im Eingangsbereich. Das Haus ist in die Jahre gekommen, Technik und Raumausstattung sind überholt, eine Sanierung unwirtschaftlich.

Das neue Haus Waldenfels wird ganz anders. Dort, wo früher das Bad Brückenauer Krankenhaus stand, sollen sich bald drei Gebäude an den Hang schmiegen. Im Osten, zur Stadt hin, Betreutes Wohnen. In der Mitte das Altenpflegeheim mit rund 90 Plätzen und westlich die Behinderteneinrichtung des Dominikus- Ringeisen-Werks aus Münnerstadt.

Ein Komplex, der zehn bis zwölf Millionen Euro kosten wird, wie Birgitt Schubert gestern im Stiftungsrat mitteilte. Heuer laufen die Planungen. Anfang 2013 soll Baubeginn sein; fertig wäre alles im Herbst 2014.

Schubert stellte die Häuser vor. Das Pflegeheim, mit Bauherr und Träger Carl-von-Heß'sche Sozialstiftung Hammelburg, hätte drei Wohngemeinschaften auf drei Ebenen.

Diese Gemeinschaften wären in jeweils zwei Wohngruppen pro Ebene mit 15 Bewohnern belegt. Deren Räume gruppierten sich um ein gemeinsames „Wohnzimmer".

Laut Marco Schäfer, Geschäftsführer der Sozialstiftung, ist bis jetzt kein spezieller Bereich für Demenzkranke geplant: „Es könnten aber einer oder zwei vorgesehen werden."

mp19012012_2Das Altenheim wird ebenerdig von der Ernst-Putz-Straße begehbar sein. Dort wird laut Architekt Kauffmann der Besucher in einen größeren Raum zur Begegnung und zum Feste feiern kommen. Im Alltag könnten sich die Senioren aber auf ihre Wohnbereiche zurückziehen. Oder in den zentralen Innenhof, der laut Kauffmann dazu beitragen soll, gar nicht erst Krankenhauscharakter aufkommen zu lassen.

Das Betreute Wohnen an der Ostseite wird 15 rollstuhlgerechte Wohnungen mit Balkon umfassen. Sie sind 58 bis 74 Quadratmeter hoch und gruppieren sich den Berg hinauf. Bad Brückenaus Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks lobte daran vor allem die Innenstadtnähe. Das passe gut ins das von der Stadt verfolgte Entwicklungskonzept.

Das Wohnen für Menschen mit Behinderungen an der Westseite umfasst zwei Wohngruppen mit je zwölf Bewohnern. Wie die anderen beiden Gebäude hat es drei Geschosse.

Rainer Waldvogel, Gesamtleiter des Dominikus-Ringeisen-Werks, sagte, seine Stiftung habe ausdrücklich ein eigenes Gebäude gewünscht. In Bad Brückenau könne es viele Synergien mit Pflegeheim und Betreutem Wohnen geben, so bei Küche und Nachtbetreuung. Und mehr.

In Vorabgesprächen mit Interessenten sei immer wieder der Wunsch nach einer Behindertenwerkstatt gekommen: „Wir bemühen uns darum. aber die Menschen mit Behinderungen könnten auch rund ums Haus in der Landschaftspflege, dem Rasenmähen oder in der Küche eingesetzt werden." Bis jetzt plant das Ringeisen-Werk nur eine Förderstätte für Behinderte, die keine Arbeit mehr leisten können.

Die drei Hauptgebäude werden unterhalb durch eine Tiefgarage mit 40 Plätzen verbunden sein. Dort sind Anlieferung, Lager und Technik untergebracht. Zum Komplex gehört ein Pflegestützpunkt der Caritas.

Aus dem Stiftungsrat war Positives zum neuen Haus Waldenfels zu hören. Walter Gutmann fragte, warum der Komplex nicht wie andere Entwürfe nach Süden ausgerichtet sei.

Kauffmanns Antwort: Erfahrungen zeigten, dass die meisten Senioren direkte Sonne nicht mögen, sich lieber zurückzögen. Mehr Bewohner könnten über Erker die Ost-West-Ausrichtung mit zeitweise Sonne genießen. Und: Es gebe keine Blockwirkung – wie am alten Waldenfels.

 

   

Planung für Altenheime auf dem Weg

Artikel Main-Post vom 19.10.2011

Heß'sche Stiftung erwirtschaftet Überschuss

(dübi) Ermutigt auch vom positiven Wirtschaften ihrer Altersheime bringt die Carl-von-Heß'sche Sozialstiftung Hammelburg zwei große Millionenprojekte auf den Weg. Alle drei Seniorenheime der Stiftung sowie die Familien- und Kirchhofskapellenstiftung weisen für das Jahr 2010 positive Wirtschaftsergebnisse aus. Dem Stiftungsvorstand wurde für das durch eine Wirtschaftsprüfungskanzlei geprüfte Jahresergebnis uneingeschränkte Entlastung erteilt, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes.

Das positive Jahresergebnis liegt im oberen sechsstelligen Bereich. Die Stiftung kann eine 44-prozentige Kapitaldeckung nachweisen. Erfreulich seien auch die positiven Zahlen im Zeitraum April bis September des erst kürzlich erworbenen Hauses in Zeitlofs. „Dank der sehr guten Arbeit der gesamten Mitarbeiterschaft konnte dieses Ergebnis erzielt werden“, so Landrat Bold. „Damit wurde die Grundlage geschaffen, in Hammelburg und in Bad Brückenau erhebliche Investitionen zu tätigen.“

Die Planungen für einen Neubau am Probst-Heim in Hammelburg vergab der Stiftungsrat an die Firma Wolff & Müller (Erfurt). Die Gesamtbaukosten werden auf rund 3,4 Millionen geschätzt. Es handelt sich dabei um einen Generalübernehmervertrag für Planung und Bauausführung bis zur schlüsselfertigen Übergabe. Die Mitglieder des Stiftungsrates bedauerten, dass nur ein Unternehmen aus dem Landkreis Bad Kissingen ein Angebot abgegeben hat.

Der geplante Neubau soll die Unterbringung von Senioren im bisherigen Schwesternwohnhaus am Ofenthaler Weg ersetzen. Was mit diesem Gebäude passiert, ist noch offen. Bis zur Fertigstellung des Neubaues in frühestens zwei Jahren wird es noch gebraucht.

Architekten-Wettbewerb

Der geplante Neubau in Bad Brückenau (Ersatzbau für das in die Jahre gekommene Haus Waldenfels) nimmt planerische Formen an. Auf den ausgeschriebenen Skizzenwettbewerb wurden fünf Architektenbüros ausgewählt, die Anfang Dezember ihre Entwürfe vorstellen. Die Einzelauftragsvergabe für die Planung ist Mitte Dezember vorgesehen. Zudem beschloss der Stiftungsrat, für die fachplanerischen Leistungen termingerecht das so genannte VOF-Verfahren anzugehen.

   

Älteste Bürgerin der Stadt

Artikel Main-Post vom 04.08.2011

Anna Katharina Pavel feiert 104. Geburtstag

mp04082011Älteste Hammelburgerin: Anna Pavel ist 104 Jahre alt. Foto: Ehling

(win) „Ich bin dankbar, dass ich ein solches Alter erreichen durfte", sagt Anna Katharina Pavel, die ihren 104. Geburtstag im Dr.-Maria-Probst-Heim feierte – mit ein paar Tränen in den Augen. Die biblische Jahreszahl erhebt die Jubilarin laut Einwohnermeldeamt zur ältesten Hammelburgerin.

Die Gratulantenschar war groß. Familienmitglieder, die Heimleitung und offizielle Gratulanten der Stadt und des Landkreises mischten sich mit den Bewohnern des Hauses, die die Jubilarin zu ihrer Geburtstagsfeier in den geschmückten Speisesaal eingeladen hatte.

Anna Katharina Pavel erblickte als jüngstes von vier Kindern des Ehepaars Hruska in der Nähe von Dresden das Licht der Welt. 1927 heiratete sie ihren Verlobten Jakob. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Als sie aus ihrer damaligen Heimat, der CSSR, ausgewiesen wurde, fand sie zunächst in Fuchsstadt ein Zuhause. Ab 1949 arbeitete sie in Frankfurt. 2004 zog sie aus Altersgründen nach Hammelburg zu einer Tochter.

Die Jubilarin ist übrigens auch die älteste, lebende Verwandte von Pater Beda Pavel. Sie ist die Tante des Geistlichen, der als Missionar in Tansania zum Wohle der Menschen wirkt.

Neben Tochter Anni und Schwiegersohn Arthur Stöth sowie den beiden Enkeltöchtern Armela und Hannelore mit Gatten Alexander Boser gehörte Zweiter Bürgermeister Reimar Glückler zu den ersten Gratulanten. Er überbrachte die Glückwünsche der Stadt und einen signierten Brief des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, der der Jubilarin eine Tischdecke sandte.

Heimleiterin Andrea Eckert, der Verwaltungsleiter der von Hess'schen Stiftung, Marco Schäfer sowie Wohnbereichsleiter Jürgen Schmittbauer warteten mit Blumen und Präsenten auf.

Anna Pavel ist inzwischen Ur-Ur-Großmutter und freut sich über die fünfte Generation in ihrer Familie. „Das ist ein echter Segen", sagt die Jubilarin.

   

Die Powerfrau hat alles umgekrempelt

Artikel aus der Saalezeitung vom 6.07.2011

06.07.2011 Ort: Bad Brückenau Von: Evelyn Schneider Saale-Zeitung

Abschied: Anni Misch verlässt nach fast 20 Jahren als Leiterin das Seniorenheim "Haus Waldenfels" des Landkreises.

sz06072011_2
Landrat Thomas Pold und Anni Misch

Fast 20 Jahre hat Anni Misch das Seniorenheim Haus Waldenfels in Bad Brückenau geleitet, nun tritt sie in die Freiphase der Altersteilzeit ein. "Am 1. Dezember 1992 kam ich hier ins Haus Waldenfels und traf das totale Chaos an", berichtet sie vom Start, und: "Es gab keine Pflegedienstleitung, der Heimleiter war in unbekannte Tiefen abgetaucht und das Haus war nur zu zwei Dritteln belegt. Leerstehende Räume wurden als Lager für alles Mögliche genutzt - es fehlte an allen Ecken und Enden."

In endloser Arbeit sei es ihr jedoch gelungen, das Seniorenheim Schritt für Schritt aus diesem Chaos herauszuholen. "Zum Glück fand ich damals Mitarbeiter vor, die die Notwendigkeit für Veränderungen erkannten und mittrugen", ist sie voller Dankbarkeit. Jahrelange Baumaßnahmen gehörten zu diesen Veränderungen dazu, und das bei laufendem Betrieb. Besonders am Herzen lag ihr ein erstklassiger Brandschutz, der bald darauf auch griff, als tatsächlich Feuer ausbrach.

Großen Wert legte Anni Misch auch auf die Weiterbildung der Mitarbeiter, die dies jederzeit bereitwillig an nahmen. Deshalb gebe es im Haus Waldenfels bis heute keinen Fachkräftemangel."Mir war immer wichtig, die Stärken der Mitarbeiter zu erkennen und dann auch zu fördern. Sogar bei einigen Zivildienstleistenden ist mir das gelungen. Nicht wenige sind in diesen Beruf eingestiegen und heute in leitender Funktion tätig", ist sie stolz. "Für mich war mein Beruf eine Berufung", zieht Anni Misch Bilanz.

Bei der Verabschiedung bedauerte Landrat Thomas Bold (CSU) den Weggang von Anni Misch. "Wir verlieren mit ihr nicht nur eine vorbildliche Mitarbeiterin, sondern auch eine Führungspersönlichkeit, die sehr engagiert und mit großer Sachkompetenz und Menschlichkeit dieses Haus geleitet hat." Gerade in die Ausbildung junger Nachwuchskräfte habe sie viel Herzblut gesteckt, betonte er. "Ich hoffe, dass ich dich als Fachberaterin weiterhin an meiner Seite habe", sagte die Bad Brückenauer Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU).

sz06072011_4
Anni Misch und Guido Gombarek

Seit 1.Juni hat Guido Gombarek die Heimleitung inne. Der 45-Jährige hatte bereits zuvor Führungsaufgaben im Haus übernommen. Gelernt hat er dieses Metier von der Pike auf: Der Wildfleckener lernte zunächst Bürokaufmann und wechselte 1990 in die Altenpflege. Zunächst als Altenpflegehelfer. Dann besuchte er für zwei Jahre die Altenpflegeschule in Fulda. Im Haus Waldenfels war er als Wohnbereichsleiter tätig und bildete sich noch zum Qualitätsmanager weiter. Im März wurde er Pflegedienstleiter.

"Man muss schon Idealist sein, um diesen Posten zu übernehmen", ging Gombarek auf die große Verantwortung ein. Sein Ziel sei es, den Standard des Hauses zu halten, das Anni Misch ihm hervorragend geführte überlassen habe. Nun freut er sich auf neue Aufgaben, zu denen in nächster Zeit vorrangig der Neubau des Hauses auf dem Areal des ehemaligen Krankenhauses gehört.

   

Wie ägyptische Kinder ihre Welt sehen

Artikel aus der Main Post vom 20.06.2011

Bildteppiche in der Kleinen Galerie im Seniorenzentrum St. Elisabeth

Kindliche Motive: Ergebnisse eines Kunstprojekts ägyptischer Kinder zeigt die Kleine Galerie im Seniorenzentrum St. Elisabeth. Foto:H. BreitenbachKindliche Motive: Ergebnisse eines Kunstprojekts ägyptischer Kinder zeigt die Kleine Galerie im Seniorenzentrum St. Elisabeth. Foto:H. Breitenbach(hub) Bis zum 20. Juli präsentiert die Kleine Galerie im Seniorenzentrum St. Elisabeth in Münnerstadt Kinderkunst aus dem Land am Nil. Der künstlerische Leiter der Galerie, Horst Kreutz, hat sie von einer Reise zu den Pyramiden mitgebracht, in Form von Wandteppichen und Fotografien. Als „Blumen der Wüste“ bezeichnet er die Abbildungen auf den kleinen Teppichen bei der Eröffnung der Schau.

Diese fiel zusammen mit zwei erfreulichen Anlässen im Seniorenzentrum, dem Geburtstag der Heimleiterin Monika Müller, die 61 wurde, und der Bekanntgabe der guten Note für das Haus durch den medizinischen Dienst. Dieser hatte dem Seniorenheim in Münnerstadt die Note 1,2 gegeben. Es herrsche eitel Freude an diesem Tag, meinte deswegen Monika Müller.

Zu den Pyramiden von Giseh strömen täglich Touristen in Scharen aus aller Welt, berichtete der künstlerische Leiter der Kleinen Galerie, Horst Kreutz. Aber nur wenige wüssten, dass unweit davon, in dem kleinen Dorf Harrania, seit 40 Jahren tagtäglich ein künstlerisches Werk von besonderer Art entstehe, das seinesgleichen in der Geschichte der Kunst suche. In der dortigen Werkstatt arbeitet der Pädagoge, Architekt, Glasbläser, Töpfer, Weber und Professor Ramses Wissa Wassef nicht nur an seinen eigenen Kunstwerken, sondern lässt die Dorfkinder an Webstühlen kreativ werden. Aus bunter Wolle weben sie Teppiche ohne Vorlagen. Dabei werde der Fantasie der Kinder freier Lauf gelassen, erzählte Kreutz. Beim Besuch der Werkstatt habe er festgestellt, dass die Einfachheit der Mittel und die Bewahrung der Tradition überzeugend im Ergebnis seien. „Nach meiner Meinung Kunsthandwerk im besten Sinne“, sagte Horst Kreutz.

Gearbeitet werde während der ganzen Woche, allerdings ohne Zwang und Überwachung. Dabei falle auf, wie begeistert die Kinder in dem Kunstprojekt bei der Sache seien, so Kreutz. Die Arbeiten seien keine Folklore. Bei intensiver Betrachtung der Teppiche überrasche die schier unerschöpfliche Einfallsflut, die Bildersprache auf den Teppichen der Kinder.

Kamele, Esel, Fische und Vögel in einem Kaktuswald etwa seien rhythmisch in die Gesamtdarstellung eines Dorfes eingearbeitet. Dabei zeige sich eine typisch kindhafte Denk- und Arbeitsweise, indem sie alle Tiere in einer Richtung laufen lassen, Häuser, Kakteen und Vögel in ähnlicher Art darstellen, so Kreutz.

Andere Themen, die die Kinder beim Weben aufgreifen sind zum Beispiel Szenen aus Märchen oder Segelboote auf dem Nil und anderes. Alles in allem bezeichnete Horst Kreutz die Arbeiten als wunderbares Handwerk.

Kunstliebhaber können die Ausstellung „Blumen der Wüste“ mit Webkunst aus Ägypten im Seniorenzentrum St. Elisabeth in Münnerstadt täglich während der allgemeinen Besuchszeiten besichtigen.

   

Haus Waldenfels entsteht an anderer Stelle neu

Artikel Saalezeitung vom 03.06.2011

03.06.2011   Ort: Bad Brückenau  Von: Karlheinz Franz

Millionenprojekt: Die Bad Brückenauer Altenpflegeeinrichtung soll nach den Plänen der Sozialstiftung auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses neu gebaut werden.

Haus Waldenfels

Das "Haus Waldenfels" in der Trägerschaft der Carl-von-Heß'schen Sozialstiftung ist in die Jahre gekommen. Der Standard des Seniorenheims in der Ernst-Putz-Straße 27 ist nicht mehr aktuell, weshalb ein Neubau an die Stelle der jetzigen Liegenschaft treten soll. Nach Informationen der Stiftungsleitung belaufen sich die Investitionen auf über zehn Millionen Euro. "Haus Waldenfels" soll zentrumsnah auf dem Grundstück des ehemaligen Kreiskrankenhauses errichtet werden.
Die kurz vor der Pensionierung stehende Heimleiterin Anni Misch sieht dringenden Bedarf: "Eine Sanierung des Hauses ließe sich am jetzigen Standort in der erforderlichen Konzeption nicht durchführen. Mancher potenzielle Kunde ist in der Vergangenheit abgesprungen, weil nicht alle Zimmer über Nasszellen verfügen." Sie freut sich für die jetzigen und künftigen Heimbewohner über die neue Einrichtung, die in bester Lage entstehen werde. Ärztehaus, Georgi-Kurhalle und der geplante Fitnesspark für Senioren befänden sich in unmittelbarer Nähe des künftigen "Hauses Waldenfels". Es ist eine von insgesamt fünf solcher Einrichtungen in Bad Brückenau, die Konkurrenz sei groß. Dass die Bereiche "Betreutes Wohnen", zwei Wohnbereiche für behinderte Menschen und ein ambulanter Dienst angegliedert werden sollen, ist in den Augen von Anni Misch "ein super Konzept".
Die langjährige Heimleiterin wird den Neubau zwar nicht mehr mitverantworten, zumal sie in etwa einem Monat in Pension geht. "Ich kann loslassen", erklärt sie und wünscht ihrem Nachfolger eine stets gute Belegung. Das "Haus Waldenfels" verfügt aktuell über 90 Heimplätze. Dazu kommen in der neuen Konzeption noch die beiden Wohnbereiche für behinderte Menschen mit 24 Plätzen und 15 Plätze für betreutes Wohnen.
Landrat Thomas Bold (CSU) sagte in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Stiftungsausschusses, nach der Sanierung und Erweiterung des Dr.-Maria-Probst-Heims in Hammelburg und dem Neubau des St.-Elisabeth-Hauses in Münnerstadt sei jetzt das "Haus Waldenfels" an der Reihe. Eine Sanierung des bisherigen Hauses sei nicht sinnvoll. Deshalb gebe es Überlegen, das Grundstück des ehemaligen Krankenhauses im Besitz des Landkreises dafür herzugeben - per Eigentumsübertragung oder auf Erbbaurechtbasis.
Bold weiter: "Seit ich dem Kreistag angehöre, hat der Stiftungsausschuss noch nie so weitreichende Entscheidungen getroffen wie jetzt". Dass es der Sozialstiftung möglich sei, für den Neubau des "Hauses Waldenfels" und für ein Bauprojekt in Hammelburg bis zu 15 Millionen Euro zu investieren, "ist das Verdienst der Mitarbeiter", die mit ihren Leistungen und dem guten Service eine gute Belegung der Häuser garantierten.
Nach den Plänen der Sozialstiftung sollen in diesem Jahr erste Entwürfe für das neue "Haus Waldenfels" erstellt werden. "Die Umsetzung der Pläne soll bis Ende 2013 erfolgen. Dann soll das Haus bezugsfertig sein." Ob bei der Realisierung des Projektes im zweistelligen Millionenbereich auch private Investoren beitreten, ist derzeit noch offen. Mit dem Dominikus-Ringeisen-Werk als Träger der Behinderteneinrichtung in Maria Bildhausen gibt es bereits eine Kooperationsabsicht.
Verwaltungsleiter Marco Schäfer sagte der Redaktion auf Anfrage, es gebe eine Anfrage von dort im Hinblick auf die Einbindung von zwei Wohnbereichen für 24 Menschen mit Behinderungen. Es sei sinnvoll, Synergien zu nutzen. Heimleiterin Anni Misch sieht in der Absicht von Maria Bildhausen auch den Trend bestätigt, behinderte Menschen wieder vermehrt heimatnah unterzubringen.
Kleiner Wermutstropfen am Rande: Die Heimbewohner müssen einen Investitionskostenanteil tragen, was dazu führen wird, dass die Heimkosten steigen werden. Verwaltungsleiter Marco Schäfer möchte die Teuerung so niedrig wie möglich halten.

   

Seite 1 von 2